Dutzende « Cage Fighters » lassen sich in Eupen einsperren

Dutzende « Cage Fighters » lassen sich in Eupen einsperren

GAIA : « Ein Leben im Käfig, das ist kein Leben! »

Die letzte Etappe der diesjährigen Sommertournee von GAIA endet auch in diesem Jahr wieder in Eupen. Vom 25. Juli bis zum 16. August hat die Tierschutzorganisation in insgesamt 12 Städten des Landes Halt gemacht und die Bevölkerung über die europäische Bürgerinitiative „Exit Käfige“ informiert. Ziel: Das Verbot der Käfighaltung in ganz Europa.Hierfür benötigt GAIA vor Ende des Sommers mehr als 1,3 Millionen Unterschriften. Dem Beispiel des olympischen Athleten Kevin Borlée, Botschafter der Kampagne, folgten bereits bis zur Mittagszeit zahlreiche Eupenerinnen und Eupener, welche die Petition unterschrieben und sich für die Dauer eines Fotos in einen Käfig einsperren ließen.

In Europa werden jährlich über 300 Millionen Tiere in Käfige eingepfercht. Diese Käfige sind grausam und unnütz. Sie haben schlimmste Auswirkungen auf Tiere wie Kaninchen, Wachteln, Gänse, Hühner und Schweine. Die meisten sehen das Tageslicht nie und Säue können sich nicht einmal rumdrehen. Kälbchen werden von Geburt an von ihrer Mutter getrennt.

Ein Leben in einem Käfig, das ist kein Leben. Sie sind nur Reproduktionsmaschinen und werden als ein Stück Fleisch betrachtet. Diese sensiblen Wesen sind dazu verdammt, ein würdeloses Leben zu führen. Sie haben weder Platz sich zu bewegen noch können sie ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen.„Auch in Belgien werden fast 85 % der Tiere durch Intensivtierhaltung in Käfigen gemästet“erläutert GAIA-Präsident Michel Vandenbosch. „Ein Leben im Käfig bedeutet ein Leben voller Leiden. Das Ende der Käfighaltung soll deshalb die Massentierhaltung beenden, die weder nachhaltig noch moralisch akzeptabel ist und einen wirtschaftlichen Irrweg darstellt.“

In Anbetracht dieser Fakten hat GAIA sich mit mehr als 130 NRO zusammengetan, um ein Verbot der Verwendung dieser Käfige in Europa zu bewirken. Und zwar mittels einer Europäischen Bürgerinitiative. Diese EBI wurde im Herbst 2018 lanciert und bislang wurden bereits mehr als 1 Million Unterschriften gesammelt. Durch ihre aktuelle Sommertour hofft GAIA und ihre Partner die kritische Schwelle von 1,3 Millionen Unterschriften zu erreichen. Wenn nach Überprüfung der Identitäten und dem Aussortieren von Duplikaten die Behörden mehr als eine Million Unterschriften gutheißen, dann ist die EU-Kommission verpflichtet zu reagieren und eine Anhörung im Europäischen Parlament zu organisieren. „Wir wünschen uns ein schrittweises Verbot der Käfige, verbunden mit klaren verbindlichen Fristen und dass die Züchter beim Übergang zu alternativen Zuchtmethoden auch begleitet werden“ plädiert Michel Vandenbosch.

Kevin Borlée: Ein engagierter „Cage Fighter“

Beim offiziellen Start der Tournee “Exit les cages / End the cage age / Exit Käfige” am 25. Juli hat sich kein geringerer als das belgische Sprinter-As Kevin Borlée in einem Käfig in der Rue Neuve in Brüssel einsperren lassen. Diese starken und symbolträchtigen Bilder verfehlten im Netz natürlich nicht ihre Wirkung. Als engagierter Bürger und Sympathisant in Sachen Tierschutz hat Kevin Borlée sich als Botschafter für GAIA zur Verfügung gestellt und möchte damit auf das schlimme Los der Millionen Zuchttiere aufmerksam machen, die jährlich in Käfigen vegetieren. „Ich engagiere ich deshalb, weil mir das Schicksal der Tiere sehr am Herzen liegt“ erklärt Kevin Borlée. „Wenn man sieht unter welchen Bedingungen sie gezüchtet werden muss man sich unweigerlich die Frage stellen, weshalb das nicht abgestellt wird. Sie verdienen ein würdiges Leben. Die Mentalitäten müssen sich ändern und die Leute müssen sensibilisiert werden. Diese Debatte muss unbedingt stattfinden.“ Und weiter: „Ein Leben im Käfig ist fürwahr kein Leben. Um diesen Albtraum zu beenden zähle ich auf ihr Mitgefühl. Bitte unterzeichnen auch Sie die Petition „Exit Käfige!“

Viele Passanten sind inzwischen auf dem Marktplatz in Eupen dem Beispiel von Kevin Borlée gefolgt und haben sich für die Dauer eines Foto in einen Käfig einsperren lassen. Um diese Aktion optimal bekannt zu machen bittet GAIA darum, die Petition heute am Stand noch bis 18.00 Uhr oder auf  www.exitkaefige.be unterzeichnen zu wollen. Und noch besser: Das Foto im Käfig mit hashtag  #ExitlesCages oder #EndTheCageAge oder #ExitKaefige auf Instagram, Twitter, Facebook oder andere Netzwerke veröffentlichen. „Im Laufe der Tournee war die Resonanz vor Ort überwältigend. Hunderte 'Cage fighters' haben sich in den Kägig getraut. Spätestens wenn sie den Käfig verliessen, haben sie ein besseres Verständnis für das Schicksal der Tiere und unterzeichneten sie die Petition. Die ideale Methode zur Sensibilisierung“, erklärte Michel Vandenbosch. Und abschliessend: „Indem sie ihr Foto auf den sozialen Netzwerken veröffentlichen senden die Leute ein starkes Signal aus. Käfige sollen endgültig der Vergangenheit angehören. Es ist Zeit sie abzuschaffen!“

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Für weitere Auskünfte, Kommentare und Interviews :
Michel Vandenbosch, Präsident von GAIA :  0475 / 45 20 15

Rafal Naczyk, Pressesprecher :  0479 / 26 03 19

Georg Kremer :  087 / 74 45 12

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